Blueprint
Der schnellste Weg von der Idee zum lesbaren Bauplan. Stark für Konzept, Materialliste und Verdrahtung, nichts für die Serienreife: Es gibt weder Platinenlayout noch CAD-Dateien, und jede Stückliste gehört vor dem Teilekauf gegengeprüft.
Steckbrief
- Preismodell
- Freemium
- Kosten
- kostenlos; Pro 20 $/Monat, Ultra 200 $/Monat
- Plattformen
- Web
- Wofür
- Beschreibt man ein Elektronikprojekt in normaler Sprache, erzeugt Blueprint daraus Stückliste, Verdrahtungsplan, Bauanleitung und einen 3D-Render.
Dafür
- Von der Textbeschreibung zum kompletten Bauplan in wenigen Minuten
- Stückliste mit Bezugslinks statt bloßer Bauteilnamen
- Farbcodierter Verdrahtungsplan, auch für Einsteiger lesbar
- Schritt-für-Schritt-Anleitung plus Arduino-tauglicher Beispielcode
- 3D-Render zeigt, wie die Teile räumlich zusammensitzen
- Community-Bibliothek mit veröffentlichten Projekten zum Abschauen
- Läuft im Browser, Projekte sind standardmäßig privat
Dagegen
- Keine CAD- oder STL-Dateien zum Herunterladen, der 3D-Teil ist nur eine Ansicht
- Kein Platinenlayout und keine Gerber-Dateien, für die Fertigung braucht es KiCad oder Altium
- Teile, Preise und Platzierungen können danebenliegen, jeder Entwurf gehört gegengeprüft
- Bezugslinks zeigen auf amazon.com, für Deutschland muss man selbst nachsuchen
- Keine Bild- oder Datei-Uploads als Referenz, nur Textprompts
- Gratis nur 10 Design-Credits pro Woche, jede Rückfrage verbraucht einen
- Oberfläche und Ergebnisse auf Englisch
Der Einstieg ist ein leeres Eingabefeld mit der Aufforderung „Ask blueprint to". Man beschreibt darin, was entstehen soll, etwa eine Wetterstation mit Funkanbindung oder ein Roboterarm mit Servos. Blueprint stellt Rückfragen zu Zweck, Bauteilen, Einschränkungen und Budget und legt dann los. Nach ein paar Minuten liegt kein Text vor, sondern ein Projekt.
Was am Ende dasteht
- Stückliste mit Spezifikationen und direkten Bezugslinks
- Verdrahtungsplan, farbcodiert und ohne Schaltzeichen-Vorwissen lesbar
- Bauanleitung in nummerierten Schritten
- Beispielcode als Gerüst für den Mikrocontroller
- 3D-Ansicht des mechanischen Aufbaus
Blueprint ersetzt nicht den Ingenieur, sondern die erste Stunde am Küchentisch. Statt Bauteile zu googeln, Datenblätter zu vergleichen und eine Skizze zu kritzeln, bekommt man diese Skizze fertig hingelegt und diskutiert von da an nur noch über Änderungen. Der Bauplan ist ein Vorschlag, keine Freigabe.
Was es kostet
| Tarif | Preis | Enthalten |
|---|---|---|
| Free | 0 $ | 10 Design-Credits pro Woche, Standardmodell, Zugang zu den Community-Projekten |
| Pro | 20 $/Monat oder 156 $/Jahr (13 $/Monat) | Modell Blueprint Max, unbegrenzte Design-Credits, 10 Bildgenerierungen pro Tag, 10 CAD-Credits pro Monat |
| Ultra | 200 $/Monat oder 1.500 $/Jahr (125 $/Monat) | Modell Blueprint Ultra, unbegrenzte Design-Credits, unbegrenzte Bilder und CAD-Credits |
| CAD-Wallet | 10 $ für 10 Credits bis 200 $ für 280 Credits | Einmalkauf zusätzlicher CAD-Credits, unabhängig vom Abo |
Credits werden nicht nur beim ersten Entwurf verbraucht, sondern bei jeder Änderung und jeder Rückfrage. Wer im kostenlosen Tarif bleibt, formuliert seinen ersten Prompt daher besser ausführlich. Die Gratis-Credits laufen montags um 00:00 UTC neu an.
Wo die Grenzen liegen
Der Anbieter sagt es selbst: Bauteile, Preise und Platzierungen können falsch sein, ein Bauteil kann im Render frei in der Luft schweben. Die 3D-Ansicht ist eine Darstellung, keine exportierbare STEP- oder STL-Datei, und Platinenlayouts oder Gerber-Daten entstehen gar nicht erst. Die Bezugslinks führen auf amazon.com und landen manchmal nur auf einer Suchseite.
Für wen sich das lohnt
Für alle, die eine Hardware-Idee schnell auf Machbarkeit und Materialkosten abklopfen wollen: Maker, die ein Wochenendprojekt planen, Lehrende, die eine Aufgabe vorbereiten, Gründerinnen und Gründer vor der ersten Prototypen-Runde. Wer eine Platine für die Fertigung braucht, wechselt danach ohnehin zu KiCad oder Altium. Blueprint spart die Strecke davor.